Kapitalismus und die Kräfte der Globalisierung

Münchner Seminar, 2. Juli 2007, ifo Institut München

Nach dem Zweiten Weltkrieg stieg die Wirtschaftsleistung in Europa rapide an, wodurch Vollbeschäftigung erreicht wurde – begleitet von einem rasanten Anstieg der Kaufkraft in den 60er-Jahren. Soziale und politische Einrichtungen spielten dabei eine wichtige Rolle. In den 70ern wurde der Wohlfahrtsstaat großzügiger und die Institutionen des Arbeitsmarktes expandierten – eine Politik, die sich aus heutiger Sicht allerdings als Hindernis erweist, wenn es darum geht, den Herausforderungen der Globalisierung gerecht zu werden.

Durch die Diskussion sollten die Zuhörer einen besseren Einblick in diesen wirtschaftlichen und politischen Prozess und dessen Auswirkung auf die Zukunft Europas gewinnen. Barry Eichengreen und Hans-Werner Sinn präsentierten einige Thesen zur Entwicklung der Wirtschaft in Europa. Diese waren Ausgangspunkt für die Diskussion. Georges de Ménil und Torben Andersen fungierten dabei als Diskussionsteilnehmer und John Peet (Europe Editor, The Economist) als Moderator.

Die Diskussion basierte auf folgenden Publikationen:

"The European Economy Since 1945: Coordinated Capitalism and Beyond"
von Barry Eichengreen (Princeton University Press, 2007) 

"Can Germany Be Saved? The Malaise of the World's First Welfare State"
von Hans-Werner Sinn (MIT Press, 2007) 

Wissenschaftliche Organisatoren: Barry Eichengreen, Marko Koethenbuerger

Videodokumentation

Einführungsworte: John Peet, Europe Editor, The Economist
(2:22 min)

Vortrag von Barry Eichengreen, Professor of Economics and Political Science, University of California, Berkley 
(27:00 min)

Vortrag von Hans-Werner Sinn, Präsident des ifo Instituts
(35:47 min)

Diskussion:

Georges de Ménil, PSE, Paris
(22:44 min)

Torben Andersen, Aarhus University
(15:25 min)

Allgemeine  Diskussion
(38:10 min)