„Die Bundesrepublik nach 70 Jahren“

Beim Chiemsee-Dialog anlässlich des 70. Geburtstags von Hans-Werner Sinn diskutierten Vetreter aus Wissenschaft und Wirtschaft über aktuelle und mittelfristige Herausforderungen der Ordnungspolitik.
Frauenchiemsee, 16. Juni 2018

Im März 1948, dem Geburtsmonat von Hans-Werner Sinn, wurde Ludwig Erhard zum Leiter der Wirtschaftsregierung der britisch-amerikanischen Bi-Zone ernannt. Im Juni des Jahres wurde die D-Mark eingeführt. Kurz danach, im August 1948, trat in Sichtweite des Konferenzortes, auf Herrenchiemsee, der Verfassungskonvent zur Vorbereitung des Grundgesetzes für die Bundesrepublik zusammen, die im darauffolgenden Jahr gegründet wurde. Vor fast 30 Jahren fiel die Mauer. Vor zwanzig Jahren wurden die Wechselkurse der europäischen Länder für den Euroeintritt unwiderruflich festgelegt. Vor zehn Jahren platzte die Finanzblase mit dem LehmanKonkurs, und Südeuropa rutschte in eine Dauerkrise.

Heute, nach zehn Jahren Eurokrise, steht Deutschland vor enormen Herausforderungen, und das trotz oder wegen seiner glänzenden Wirtschaftsleistung. Was sind die Gefahren für die wirtschaftliche Zukunft Deutschlands? Wie ist insbesondere der Leistungsbilanzüberschuss zu bewerten? Können offene Grenzen und Sozialstaat in Einklang gebracht werden? Ist die Energiewende förderlich oder hinderlich? Wie sollte Deutschland die weitere Gestaltung der Währungsunion steuern? Welchen ordnungspolitischen Rahmen braucht Europa? Zu diesen Fragen hat Hans-Werner Sinn ausführlich geforscht, und sie wurden bei der Konferenz erörtert.

  • Wirtschaft und Wettbewerbsfähigkeit – Die Agenda 2010 im Rückblick
  • Offene Grenzen und generöser Sozialstaat – die Flüchtlings- und Migrationskrise
  • Energiewende – friedliche und umweltfreundliche Energie oder Flatterstrom und Kostenexplosion?
  • Europa – so oder so?