Entscheidungen bei Ungewissheit

Zu Beginn seiner wissenschaftlichen Laufbahn hat sich Sinn vor allem mit der ökonomischen Risikotheorie beschäftigt. Seine 1977 eingereichte und 1980 bei Mohr Siebeck publizierte Dissertation Ökonomische Entscheidungen bei Ungewissheit (Sinn 1980a) wurde 1983 als Übersetzung unter dem Titel Economic Decisions under Uncertainty (Sinn 1983a) bei North Holland veröffentlicht. Schwerpunkte dieser Arbeiten liegen auf der Symbiose von Erwartungsnutzentheorie und der axiomatischen Fundierung der Mittelwert-Varianz-Analyse (der Fundierung des Prinzips des unzureichenden Grundes), der psychologischen Fundierung von Risikopräferenzfunktionen und vor allem der Erklärung einer übermäßigen Risikoneigung durch Haftungsbeschränkungen zu Lasten Dritter. Diese Theorie entwickelte sich später zu einem zentralen Baustein für die Erklärung des Verhaltens von Zombie-Banken. Nach dem Urteil von Martin Hellwig (2008) nahm Sinn damit einen zentralen Teilaspekt der bislang als Basiswerk geltenden Arbeit von Stiglitz und Weiss aus dem Jahr 1981 vorweg.

Referierte wissenschaftliche Monographien

Economic Decisions under Uncertainty, North Holland: Amsterdam, New York und Oxford 1983, 359 S. (Überarbeitete Übersetzung von Ökonomische Entscheidungen bei Ungewißheit; zweite englische Auflage beim Physica-Verlag: Heidelberg 1989). Zu Amazon.

Ökonomische Entscheidungen bei Ungewißheit, J. C. B. Mohr (Paul Siebeck): Tübingen 1980, 374 S. (Dissertation; zweite Auflage Physica-Verlag: Heidelberg 1989). Zu Amazon.

 

 

Aufsätze in referierten Fachzeitschriften

„Psychophysical Laws in Risk Theory“, Journal of Economic Psychology 6, 1985, S. 185-206; (Download, 1.4 MB).

„Kinked Utility and the Demand for Human Wealth and Liability Insurance“, European Economic Review 17, 1982, S. 149-162; (Download, 786 KB).

„A Rehabilitation of the Principle of Insufficient Reason“, Quarterly Journal of Economics 94, 1980, S. 493-506; (Download, 329 KB).