Grünes Paradoxon

Das Grüne Paradoxon ist ein Begriff, der einen unerwünschten Effekt von umweltpolitischen Maßnahmen beschreibt.

Die Politiker glauben, wir könnten durch grüne Gesetze, die unsere Nachfrage nach fossilen Brennstoffen verringern, die Emissionen von Kohlendioxid reduzieren und so das Klima retten. Aber wie soll das gehen? Mit unserer Energiesparpolitik können wir das weltweite Angebot an Kohlenstoff nicht aushebeln. Wir mindern lediglich partiell die Nachfrage und verringern dadurch den Anstieg der Weltmarktpreise, mehr nicht. Damit verschlimmern wir das Problem vermutlich noch. Immerhin müssen die vorhandenen Ressourcen irgendwann aus der Erde herausgeholt werden, wenn man sie verwerten will. Bedrohen wir die Ressourcenbesitzer mit einer immer grüner werdenden Politik, die ihnen das zukünftige Geschäft kaputtmacht, kommen sie der Bedrohung zuvor und fördern ihre Bodenschätze nur noch schneller. Statt den Klimawandel zu bremsen, beschleunigen wir ihn. Das ist das grüne Paradoxon.

Fernsehvorlesungen

Das grüne Paradoxon - Thesen zum Klimawandel
Veranstalter: Bayerischer Rundfunk, BRalpha, ifo Institut für Wirtschaftsforschung, Ludwig-Maximilians-Universität München
Veranstaltungsort: ifo Institut für Wirtschaftsforschung, Poschingerstraße 5, 81679 München, Ludwig-Erhard-Saal
Information

Videopräsentationen und Veranstaltungsmitschnitte

Klimaschutz am Scheideweg - Welche Strategien führen ans Ziel?Klimaschutz am Scheideweg – Welche Strategien führen zum Ziel? Ein Streitgespräch über Wege und Irrwege der Umweltpolitik, Eine gemeinsame Veranstaltung des ifo Instituts und des NABU, 23.11.2010, Berlin.

 

 

Ringvorlesung Das grüne Paradoxon, Vortrag von Hans-Werner Sinn zum Klimaschutz, 18. Dezember 2012, Ringvorlesung LMU 2012/13, München.

 

 

Referierte wissenschaftliche Monographien

The Green Paradox, (grundlegend überarbeitete Übersetzung von Das grüne Paradoxon), MIT Press, Cambridge, Mass., 2012, 288 S. Zu Amazon.

 

 

 

Nicht-referierte wissenschaftliche Monographien

Das grüne Paradoxon - Plädoyer für eine illusionsfreie Klimapolitik, Econ Verlag: Berlin, 2008, 480 S., bislang zwei Auflagen, dritte grundlegend überarbeitete Taschenbuch-Auflage bei Ullstein: Berlin, 2012. Zu Amazon.

 

 

Aufsätze in referierten Fachzeitschriften

„The Green Paradox: A Supply-side View of the Climate Problem", Review of Environmental Economics and Policy 9 (2), 2015, S. 239-245 (Download, 75 KB), CESifo Working Paper No. 5385, Juni 2015 (Download, 108 KB).

„Public Policies against Global Warming: a supply side approach“, International Tax and Public Finance 15 (4), 2008, S. 360-394; (Download, 1.9 MB); CESifo Working Paper Nr. 2087, August 2007; (Download, 841 KB).

„Das grüne Paradoxon: Warum man das Angebot bei der Klimapolitik nicht vergessen darf“, Perspektiven der Wirtschaftspolitik 9 (special issue), 2008, S. 109-142; (Download, 2.4 MB); ifo Working Paper Nr. 54, Januar 2008; (Download, 675 KB).

Politikbeiträge in Zeitschriften und Sammelbänden

„The Green Paradoxon"CESifo Forum 10, 2009, Nr. 3, S. 10-13 (Download, 198 KB).

„Das grüne Paradoxon: Warum man das Angebot bei der Klimapolitik nicht vergessen darf ", in: Frank Beckenbach et. al (Hrsg.), Diskurs Klimapolitik, Jahrbuch Ökologische Ökonomik Bd. 6, Metropolis: Marburg, 2009, S. 63-108 (Download, 7.8 MB).

Kürzere Politikbeiträge und Tageszeitungsartikel

„Eine Antwort an die Kritiker", Handelsblatt, 21. Januar 2015, S. 14.

„The Green Paradox", The World Financial Review, Mai – Juni 2012, S. 51.

„Der Dinosaurier und seine Thesen"Süddeutsche Zeitung, 25. Januar 2010, Nr. 19, S. 16.

„Warum die Umweltpolitik neu definiert werden muss"Frankfurter Allgemeine Zeitung, 04. Dezember 2009, Nr. 282, S. 12.

„How to resolve the green paradoxon"Financial Times, 27. August 2009, Nr. 37.090, S. 7.

„Kurzarbeit im Umweltministerium"Handelsblatt, 20. Juli 2009, Nr. 136, S. 6.

„Kurzarbeit auf den Bohrinseln"Handelsblatt, 28. Mai 2009, Nr. 101, S. 7.

„Das grüne Paradoxon“Cicero, 27. Oktober 2008, Nr. 11/2008, S. 74-78.

„Greenhouse gases: Demand control policies, supply and the time path of carbon prices“, VOX, www.voxeu.org, 31. Oktober 2007.

„Die Logik der Scheichs“Die Welt, Nr. 157, 09. Juli 2007, S. 6.

„The Green Paradox" (Das grüne Paradoxon) (s. Project Syndicate Juni 2007), in den jeweiligen Landessprachen auch in: Journal of Turkish Weekly (Türkei), Les Nouvelles (Madagaskar), Les Echos (Mali), Standard Times (Sierra Leone), South China Morning Post (Hong Kong), The Financial Express (Indien), The Korea Herald (Süd Korea), Business World (Philippinen), The Sunday Times (Sri Lanka), The Nation (Thailand), Die Presse (Österreich), L’Echo (Belgien), Borsen (Dänemark), Aripaev (Estland), Vilaggazdasag (Ungarn), The Times of Malta (Malta), Danas (Serbien), Stabroek News (Guyana), Jordan Property (Jordanien), Al Raya (Katar), Al Eqtisadiah (Saudi Arabien), Duowei Times (USA).

Zeitungsinterviews und Gespräche (seit 2002)

„Zu viele unrealistische Hoffnungen und zu wenig Pragmatismus", Energiewirtschaftliche Tagesfragen, 01. Januar 2012, Nr. 1/2, S. 54.

„Grünes Säbelrasseln", Brennstoffspiegel, 01. Januar 2010, Nr. 01/2010, S. 12-13.

„Es braucht einen Zertifikathandel", Handelszeitung Online, 18. August 2009.

„Wir brauchen eine illusionsfreie Klimaschutzpolitik!", Ödp-Journal, 01. August 2009, Nr. 143, S. 18-19.

„Das Schlimmste ist überwunden - aber gut ist längst noch nichts", Watt KONTEXT, 01. Juli 2009, Nr. 3/2009, S. 8.

„Wir sollten die Dämme erhöhen“, Neue Zürcher Zeitung, 10. Dezember 2008, Nr. 289, S. 13.

„Umweltpolitik als Nullsummenspiel“, Cuxhavener Nachrichten, 21. November 2008, S. 3.

„Das Klimaproblem ist auch ein moralisches Problem“, Diners Club Magazin, 01. November 2008, S. 60-61.

ifo Standpunkte

ifo Standpunkt Nr. 106: Kurzarbeit auf der Bohrinsel, 16.06.2009.

ifo Standpunkt Nr. 85: Das grüne Paradoxon, 09.07.2007.