Migration

Aus ökonomischer Sicht gibt es für die freie Bewegung von Arbeitskräften nicht nur innerhalb eines Landes, sondern auch über die Grenzen hinweg gute Gründe. Migration ist für die beteiligten Volkswirtschaften positiv, wenn sie durch Lohn- und Produktivitätsunterschiede ausgelöst wird, doch wird sie verzerrt, wenn sie außerdem durch Nettotransfers des Staates angeregt wird, wie in Form sozialstaatlicher Leistungen, Steuern und einer frei verfügbaren Infrastruktur.

Derzeit führt auch die demographische, wirtschaftliche und politische Entwicklung in Ländern außerhalb Europas zu einer verstärkten Zuwanderung aus diesen Nachbarregionen nach Europa, insbesondere nach Deutschland. Das kann zu einem Abschreckungswettbewerb zwischen den möglichen Zielländern führen und den Sozialstaat erodieren.

Fernsehvorlesungen

Ist Deutschland noch zu retten? - Thesen zur Zukunft der Republik, Informationsseite

„These 7: Spiel ohne Grenzen: EU-Erweiterung, Migration und neue Verfassung“,
VortragBR alpha, Alpha Campus, 22.06.2005, ca. 29 Minuten,
DiskussionBR alpha, Alpha Campus, 05.07.2005, ca. 25 Minuten.

 

Videopräsentationen und Veranstaltungsmitschnitte

„Die neue Völkerwanderung“, Vortrag von Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Hans-Werner Sinn, 1. März 2016, 11:00 Uhr, ifo Institut.

 

 

„Generationen(un-)gerechtigkeit, Ursachen, Folgen und Politikimplikationen des demographischen Defizits”, Universitätsöffentliche Vorlesung von Hans-Werner Sinn, 15. Dezember 2014 | Deutsch | Details | Video mit Folien in der CESifo Mediathek | Interview zum Vortrag

 

 

Aktuelle Beiträge und Interviews

„Frau Merkel muss ihre Meinung ändern“, Neue Zürcher Zeitung, 19. März 2016, S. 33.

„Flüchtlinge verschärfen Probleme des alternden Sozialstaats“, fnp.de, 18. März 2016.

„Deutschland droht nach dem Rausch ein Kater“, Die Welt, 03. März 2016, S. 10.

„Lösung für Europa” (zusammen mit Michael Hüther), Süddeutsche Zeitung, 27. Februar 2016, S. 24.

„So kann es nicht weitergehen“, ifo Schnelldienst 69, 2016, Nr. 4, S. 3-6.

EU-Erweiterung und Arbeitskräftemigration: Wege einer schrittweisen Annäherung der Arbeitsmärkte (zusammen mit G. Flaig, M. Werding, S. Munz, N. Düll, H. Hofmann), ifo Beiträge zur Wirtschaftsforschung 2, ifo Institut: München, 2001, 369 S.; in englischer Fassung auch erschienen als EU Enlargement and Labour Mobility - Consequences for Labour Markets and Redistribution by the State in Germany, ifo Institut: München 2003, 346 S; auch erschienen als Forschungsbericht Nr. 286 des Bundesministeriums für Arbeit und Sozialordnung, Bonn 2001, 345 S.

Referierte wissenschaftliche Monographien

Can Germany be Saved? The Malaise of the World’s First Welfare State, (grundlegend überarbeitete Auflage von Ist Deutschland noch zu retten?), MIT Press: Cambridge, Mass., 2007, 356 S.; Kapitel 8: „EU Enlargement, Migration, and the New EU Constitution“. Zu Amazon.

The New Systems Competition, Yrjö Jahnsson Lectures, Basil Blackwell: Oxford 2003, 228 S., eine gebundene, eine Taschenbuchauflage; Kapitel 3: „The Erosion of the Welfare State“. Zu Amazon.

Nicht-referierte wissenschaftliche Monographien

Ist Deutschland noch zu retten?, Econ Verlag: München 2003, 496 S. (8 gebundene Auflagen; 1. bis 4. Taschenbuchausgabe Ullstein: Berlin seit 2005, ein Hörbuch bei Radioropa, 2005; eine koreanische Auflage bei Kachi Publishing, 2007); Kapitel 8: „Spiel ohne Grenzen: EU-Erweiterung, Migration und neue Verfassung“. Zu Amazon.

 

 

Kleinere, nicht-referierte wissenschaftliche Monographien

EU Enlargement and Labour Mobility: Consequences for Labour Markets and Redistribution by the State in Germany (zusammen mit G. Flaig et al.), CESifo Research Reports, Nr. 2, München 2003, 163 S.

Koautorenschaft in Kommissionsberichten

Report on the European Economy, European Economic Advisory Group at CESifo, mit Ökonomen aus verschiedenen Ländern, CESifo: München, fünfzehn Bände, 2002-2016, jeweils Einleitung und Mitautorenschaft. Insbesondere Bertola, Giuseppe, John Driffill, Harold James, Hans-Werner Sinn, Jan-Egbert Sturm and Ákos Valentinyi, "Chapter 4: Migration in the European Union: Too much of a good thing?", EEAG Report on the European Economy 2015, 2015, 78-96, Summary | Recommendations | Feature | Details | PDF Download.

EU-Erweiterung und Arbeitskräftemigration: Wege einer schrittweisen Annäherung der Arbeitsmärkte (zusammen mit G. Flaig, M. Werding, S. Munz, N. Düll, H. Hofmann), ifo Beiträge zur Wirtschaftsforschung 2, ifo Institut: München, 2001, 369 S.; in englischer Fassung auch erschienen als EU Enlargement and Labour Mobility - Consequences for Labour Markets and Redistribution by the State in Germany, ifo Institut: München 2003, 346 S; auch erschienen als Forschungsbericht Nr. 286 des Bundesministeriums für Arbeit und Sozialordnung, Bonn 2001, 345 S.

Aufsätze in referierten Fachzeitschriften

„Migration and Social Replacement Incomes. How to Protect Low-income Workers in the Industrialized Countries against the Forces of Globalization and Market Integration“International Tax and Public Finance, 12, 2005, S. 375-393; (Download, 268 KB)CESifo Working Paper Nr. 1265, August 2004; NBER Working Paper Nr. 10798, September 2004.

„EU Enlargement, Migration and the New Constitution“CESifo Economic Studies 50, 2004, S. 685-707.

„Social Union, Convergence and Migration” (zusammen mit W. Ochel), Journal of Common Market Studies 41, 2003, S.869-896; (Download, 732 KB)CESifo Working Paper Nr. 961, Juni 2003.

„Der neue Systemwettbewerb“Perspektiven der Wirtschaftspolitik 3, 2002, S. 391-407; (Download, 154 KB). Englische Fassung: „The New Systems Competition“Perspektiven der Wirtschaftspolitik 5, 2004, S. 23-38; (Download, 137 KB)CESifo Working Paper Nr. 623, Dezember 2001; NBER Working Paper Nr. 8747, Januar 2002.

„EU Enlargement and the Future of the Welfare State“, Stevenson Citizenship Lectures, Scottish Journal of Political Economy 49, 2002, S. 104-115; (Download, 135 KB)CESifo Working Paper Nr. 307, Juni 2000.

"EU Enlargement, Migration, and Lessons from German Unification“, German Economic Review 1, 2000, pp. 299-314; (Download, 1.1 MB); CESifo Working Paper No. 182, 1999.

„Tax Harmonization and Tax Competition in Europe“, European Economic Review 34, 1990, Papers & Proceedings, S. 489-504; (Download, 1.1 MB); NBER Working Paper Nr. 3248, Januar 1991.

Wissenschaftliche Beiträge in Konferenzbänden

„Das demographische Defizit – Die Fakten, die Folgen, die Ursachen und die Politikimplikationen”, in: H. Birg, Hrsg., Auswirkungen der demographischen Alterung und der Bevölkerungsschrumpfung auf Wirtschaft, Staat und Gesellschaft, Lit Verlag: Münster, 2005, S. 53-90; (Download, 4.5 MB).

„Das Demographische Defizit. Die Fakten, die Folgen, die Ursachen und die Politikimplikationen“ (aktualisierte Fassung), in: C. Leipert, Hrsg., Demographie und Wohlstand. Neuer Stellenwert für die Familie in Wirtschaft und Gesellschaft, Leske und Budrich: Opladen, 2003, S. 57-88; (Download, 3.8 MB); auch: ifo Schnelldienst 56, 2003, Nr. 5, S. 20-36 (Download, 1.49 MB).

„The Case for European Tax Harmonization“, in: G. Winckler, Hrsg., Tax Harmonization and Financial Liberalization in Europe. Proceedings of Conferences held by the Confederation of European Economic Associations in 1989, Basingstoke 1992, S. 3-7; (Download, 632 KB).

Politikbeiträge in Zeitschriften und Sammelbänden

„So kann es nicht weitergehen“, ifo Schnelldienst 69, 2016, Nr. 4, S. 3-6.

„Land ohne Kinder - die Fakten, die Folgen, die Ursachen und die Politikimplikationen”, in: F.-X. Kaufmann und W. Krämer, Hrsg., Die demographische Zeitbombe. Fakten und Folgen des Geburtendefizits, Verlag Ferdinand Schöningh: Paderborn, 2015, S. 103-147 (Download, 693 KB).

„Eine Nachlese zur Migrationsdebatte"ifo Schnelldienst 68, 2015, Nr. 3, S. 3-4 (Download, 1.5 MB).

„Migration und Grenzkosten: Warum das Spiegel-Argument nicht stimmt"ifo Schnelldienst 68, 2015, Nr. 2, S. 3-4 (Download, 1.5 MB).

„Ökonomische Effekte der Migration"ifo Schnelldienst 68, 2015, Nr. 1, S. 3 (Download, 1.5 MB).

„Immigration Following EU Eastern Enlargement“(zusammen mit M. Werding), CESifo Forum 2, 2001, Nr. 2, S. 40-47 (Download, 921 KB).

„Zuwanderung nach der EU-Osterweiterung: Wo liegen die Probleme?“ifo Schnelldienst 54, 2001, Nr. 8, S. 18-27 (Download, 1.3 MB).

Kürzere Politikbeiträge und Tageszeitungsartikel

„Lösung für Europa” (zusammen mit Michael Hüther), Süddeutsche Zeitung, 27. Februar 2016, S. 24.

„Chaos ohne Grenzen“Handelsblatt, 08. Februar 2016, S. 48.

„Immigration in den Sozialstaat“ (Immigration into the Welfare State), (s. Project Syndicate Januar 2016).

„Der Klub steht nicht allen offen“Welt am Sonntag, 24. Januar 2016, S. AV12; LangfassungDie Welt online, 01. Februar 2016.

„Integration und Grenzsicherung gehören zusammen“Tagesspiegel Causa, 22. Januar 2016.

„Die sechs Denkfehler der deutschen Flüchtlingspolitik“WirtschaftsWoche, 22. Januar 2016, S. 35.

„Wir leben von der Substanz“ (zusammen mit Marcel Fratzscher), Handelsblatt, 03. November 2015, S. 48.

„Mindestlohn aufheben!“Handelsblatt, 20. Oktober 2015, S. 15.

„Außer Kontrolle"Handelsblatt, 07. Oktober 2015, S. 48.

„Menschenmagnet Deutschland"Die Presse, 01. Oktober 2015.

„Das Flüchtlingsdrama" (The Limits of the German Promised Land), (s. Project Syndicate September 2015).

„Ohne Abstriche beim Mindestlohn finden viele Zuwanderer keine Arbeit"WirtschaftsWoche, 11. September 2015, S. 38.

„Problem 8: Demografie"Handelsblatt, 05. Juni, 2015, S. 55.

„Migration in Europa: Zu viel des Guten?" (zusammen mit John Driffill) , nzz.ch, 01. April 2015.

„Migration in Europa: Zu viel des Guten?" (zusammen mit John Driffill), www.oekonomenstimme.org, 10. März 2015.

„Migration: Gut für den Arbeitsmarkt, schlecht für den Staat"www.wiwo.de, 10. Februar 2015.

„Eine Antwort an die Kritiker"Handelsblatt, 21. Januar 2015, S. 14.

„Warum die Zuwanderung die Staatskasse belastet"faz.net, 02. Januar 2015.

„Ökonomische Effekte der Migration"Frankfurter Allgemeine Zeitung, 29. Dezember 2014, S. 18.

„An der Wirklichkeit vorbei"Wirtschaftswoche, 01. Dezember 2014, Nr. 49, S. 49.

„Neue Wanderung"WirtschaftsWoche, 04. März 2013, Nr. 10, S. 44.

„Viele Tore“WirtschaftsWoche, Nr. 27, 3. Juli 2006, S. 198.

„Der Hammer aus Brüssel“WirtschaftsWoche, Nr. 19, 8. Mai 2006, S. 198.

„May Day Madness“ (Immigration in den Wohlfahrtsstaat) (s. Project Syndicate April 2006), in den jeweiligen Landessprachen auch in: The Japan Times (Japan), Les Echos (Mali), The Namibian (Namibia), Jakarta Post (Indonesien), The Korea Herald (Südkorea), Oriental Daily (Malaysia), Daily Times (Pakistan), Business World (Philippinen), Lianhe Zaobao (Singapur), Taipei Times (Taiwan), Kapital (Kasachstan), Die Presse (Österreich), L'Echo (Belgien), Ekonom (Tschechien), Aripaev (Estland), Vilaggazdasag (Ungarn), Logos Press (Moldawien), Danas (Serbien), Sme (Slowakei), Expansion (Spanien), Al Ghad (Jordanien), Al Raya (Katar), Al Eqtisadiah (Saudi Arabien).

„Immigration in den Wohlfahrtsstaat“Die Presse, 29. April 2006.

„Sieben Wahrheiten über unsere Gastarbeiter“Bild, Nr. 287/48, 26. November 2004, S. 2.

„Teurer Sozialmagnet“Capital, Nr. 15/2004, Juli 2004, S. 3.

„Freifahrt in den Sozialstaat“Süddeutsche Zeitung, Nr. 121, 27. Mai 2004, S. 20.

„Zwanzig Mezzogiornos“Financial Times Deutschland, Nr. 31/07, 13. Februar 2003, S. 30; in englischer Übersetzung auch erschienen als „There is no European Right to a Place in the Sun“Financial Times, Nr. 35/ 067, 13. Februar 2003, S. 11.

Zeitungsinterviews und Gespräche (seit 2002)

„Frau Merkel muss ihre Meinung ändern“, Neue Zürcher Zeitung, 19. März 2016, S. 33.

„Flüchtlinge verschärfen Probleme des alternden Sozialstaats“, fnp.de, 18. März 2016.

„Deutschland droht nach dem Rausch ein Kater“, Die Welt, 03. März 2016, S. 10.

„Freie Zuwanderung lädiert den Sozialstaat“Passauer Neue Presse, 02. Februar 2016, S. 2.

„Die Integration der Flüchtlinge wird teuer“Der Tagesspiegel, 04. Januar 2016, S. 13.

ifo-Chef Sinn: „Es kann kein vereinigtes Europa geben mit 28 separaten Armeen“focus.de, 27. Dezember 2015.

„Merkel hätte sich bedeckter halten müssen“Spiegel Online, 10. November 2015.

„Ökonomen sind Weltverbesserer“Südkurier, 15. Oktober 2015, S. 6.

„Wir werden leichter an eine Putzkraft kommen"Die Zeit, 08. Oktober 2015, S. 35.

„Was uns da blühen kann"Die Zeit, 08. Januar 2015, S. 21.

„Um unseren Lebensstandard zu halten, bräuchten wir 32 Millionen Migranten"Focus online, 26. Dezember 2014.

„Abschied als Wirtschaftsnation“, Handelsblatt, 12. Dezember 2014, S. 12. Auch als  „Deutschland muss die Einwanderung gezielt steuern"Handelsblatt App, 09. Dezember 2014.

„EU-Freizügigkeitsrichtlinie führt zu enormen Sozialkosten“Osnabrücker Sonntagszeitung, 14. Mai 2006, S. 12.

„Den Sozialstaat gilt es zu schützen“Netzeitung, 30. Juni 2004.

ifo Standpunkte

ifo Standpunkt Nr. 145: Neue Wanderung, 03.05.2013.

ifo Standpunkt Nr. 123: Der Migrationssturm, 07.06.2011.

ifo Standpunkt Nr. 97: Barbaren oder Gelehrte vor den Toren?, 15.07.2008.

ifo Standpunkt Nr. 76: Deutschland Einwanderungsland?, 31.07.2006.

ifo Standpunkt Nr. 60: Sieben Wahrheiten über die Zuwanderung, 01.12.2004.

ifo Standpunkt Nr. 54: Wohlfahrtsmagnet Deutschland, 20.07.2004.

ifo Standpunkt Nr. 53: Freizügigkeitsrichtlinie: Freifahrt in den Sozialstaat, 08.07.2004.

ifo Standpunkt Nr. 43: Zwanzig Mezzogiornos, 13.02.2003.

ifo Standpunkt Nr. 41: Noch eine Vereinigung und noch einmal Illusionen, 08.01.2003.

ifo Standpunkt Nr. 25: Ein Plädoyer für die Freizügigkeit, 02.05.2001.

ifo Standpunkt Nr. 9: Osterweiterung der EU: Das Migrationsproblem, 23.12.1999.