Mindestlohn

Kaum ein wirtschaftspolitisches Thema der jüngeren Vergangenheit wird in der Öffentlichkeit so strittig diskutiert wie die Einführung eines allgemeinen Mindestlohns in Deutschland. Die Forderung, dass Vollzeitbeschäftigung auch mit einem gesellschaftlich akzeptablen Einkommen entlohnt werden müsse, bedient zwar auf den ersten Blick ein allgemeines Gerechtigkeitsgefühl, birgt aber erhebliche Risiken, die eben diesem Gerechtigkeitsgefühl widersprechen.

Da die Löhne die Arbeitskosten determinieren, sind nämlich Arbeitsplatzverluste im heutigen Niedriglohnsektor wahrscheinlich. Diese können entweder direkt (durch Rationalisierung) oder indirekt (durch verringerte preisliche Wettbewerbsfähigkeit heimischer Produzenten) entstehen. Dementsprechend wird auch das Ziel, die gesamtwirtschaftliche Nachfrage zu erhöhen, durch die Einführung von Mindestlöhnen im Regelfall nicht erreicht. Das sozialpolitische Ziel der Sicherung eines Mindesteinkommens kann daher besser durch öffentliche Sozialtransfers erreicht werden als durch Mindestlöhne. Hier hat das ifo Institut das Modell der Aktivierenden Sozialhilfe vorgeschlagen.

Politikbeiträge in Zeitschriften und Sammelbänden

„Gemeinsamer Aufruf der Präsidenten und Direktoren der Wirtschaftsforschungsinstitute vom 12. März 2008"ifo Schnelldienst 61, 2008, Nr. 6, S. 03-04 (Download, 722 KB).

„Von einem Mindestlohn, den man nicht bekommt, kann man nicht leben: Ein Plädoyer für den besseren Sozialstaat"ifo Schnelldienst 61, 2008, Nr. 6, S. 57-61 (Download, 346 KB).

„Eine Anmerkung zur Reallohnentwicklung in Deutschland“ifo Schnelldienst 60, 2007, Nr. 19, S. 23-26 (Download, 867 KB).

Kürzere Politikbeiträge und Tageszeitungsartikel

„Mindestlohn aufheben!"Handelsblatt, 20. Oktober 2015, S. 15.

„Ohne Abstriche beim Mindestlohn finden viele Zuwanderer keine Arbeit", WirtschaftsWoche, 11. September 2015, S. 38.

„Das Rezept für Stagflation", WirtschaftsWoche, 14. Oktober 2013, Nr. 42, S. 44.

„Mindestlöhne unterminieren die Gesellschaft"Süddeutsche Zeitung, 01. April 2008, Nr. 76, S. 22; LangfassungSüddeutsche Zeitung online, 01. April 2008.

„Angriff auf die Soziale Marktwirtschaft"Handelsblatt, 13. März 2008, Nr. 52, S. 2.

„Die 7 Wahrheiten über den Mindestlohn“Bild, Nr. 292/50, 14. Dezember 2007, S. 2.

„Weihnachtsangst”WirtschaftsWoche, Nr. 48, 26. November 2007, S. 230.

„Mindestlöhne Gift für den Arbeitsmarkt!“Bild, Nr. 236/41, 10. Oktober 2007, S. 2.

„Nichts dazu gelernt“WirtschaftsWoche, Nr. 28, 09. Juli 2007, S. 130.

„Warum Mindestlöhne Deutschland schaden“Handelsblatt, Nr. 72, 14. April 2005, S. 9.

Zeitungsinterviews und Gespräche (seit 2002)

„Über eine Million Jobs sind gefährdet", Nürnberger Zeitung, 15. Januar 2008, S. 5; ebenso erschienen in: Kölnische Rundschau, Südkurier, Stuttgarter Nachrichten, Main-Echo, Straubinger Tagblatt/Landshuter Zeitung.

„Deutschland war scheinsozial", Westdeutsche Allgemeine Zeitung, 13. Januar 2008, S. WIR_1 .

„Mindesteinkommen statt Mindestlohn”, VDI nachrichten, Nr. 51/52, 21. Dezember 2007, S. 9.

„Aufschwung hält bis 2010“, Westdeutsche Zeitung, Nr. 64, 16. März 2007, S. 5.

„Wir können wieder zur Konjunkturlokomotive werden“, VDI Nachrichten, Nr. 6, 09. Februar 2007, S. 4.

„Die Mindestlöhne müssen weg“, Die Welt, 18. Februar 2002, S.12.

ifo Standpunkte

ifo Standpunkt Nr. 96: Angriff auf die Ordnung: Machtergreifung von Münchhausen, 01.07.2008.

ifo Standpunkt Nr. 90: Weihnachtsangst, 26.11.2007.

ifo Standpunkt Nr. 86: Nichts dazu gelernt: Herr Zumwinkel und die deutsche Vereinigung, 11.07.2007.

ifo Standpunkt Nr. 72: Der neue Sozialstaat, 02.03.2006.

ifo Standpunkt Nr. 71: Sechs Grundsätze für den Kombilohn, 17.01.2006.

ifo Standpunkt Nr. 64: Warum Mindestlöhne Deutschland schaden, 15.04.2005.

ifo Standpunkt Nr. 49: Die deutsche Krankheit und der ortsübliche Vergleichslohn, 24.10.2003.