Die Maehkminn-Regel - Die Mehr-als-er-hat-kann-man-ihm-nicht-nehmen-Regel

Es handelt sich hierbei um einen Anreiz zur Risikofreude aufgrund des Privilegs der beschränkten Haftung. Die Theorie wurde seinerzeit in einem abstrakten risikotheoretischen Modellrahmen entwickelt (Erwartungsnutzen- und µ-σ-Ansatz) und auf den Versicherungsmarkt, die Devisenspekulation und andere Beispiele angewendet, bei denen die Haftungsbeschränkung eine untere Begrenzung des Vermögens impliziert. Der Mechanismus, der durch diese Regel beschrieben wird, war von entscheidender Bedeutung in der Finanzkrise, denn die Banken hatten sich zu große Risiken aufgeladen, weil sie davon ausgehen konnten, dass die Aktionäre zwar in guten Zeiten von den hohen Erträgen profitieren würden, doch in schlechten Zeiten niemals mehr als ihr eingesetztes Eigenkapital würden verlieren können. Die Asymmetrie bei der Beteiligung an den Gewinnen und Verlusten führte dazu, dass sich Banken dem Glücksspiel hingaben.

Referierte wissenschaftliche Monographien

Economic Decisions under Uncertainty, North Holland: Amsterdam, New York und Oxford 1983, 359 S. (Überarbeitete Übersetzung von Ökonomische Entscheidungen bei Ungewißheit; zweite englische Auflage beim Physica-Verlag: Heidelberg 1989). Kapitel III: The Structure of Risk Preference: Section B - The BLOOS Rule (PDF, 9851 KB)Zu Amazon.

Ökonomische Entscheidungen bei Ungewißheit, J. C. B. Mohr (Paul Siebeck): Tübingen 1980, 374 S. (Dissertation; zweite Auflage Physica-Verlag: Heidelberg 1989). Kapitel 3: Die Struktur der Risikopräferenz (PDF, 13978 KB) (Abschnitt B). Zu Amazon.

 

 

Casino Capitalism. How the Financial Crisis Came about and What Needs to Be Done Now, (grundlegend überarbeitete Fassung von Kasino-Kapitalismus), Oxford University Press, Oxford 2010, 400 S., zweite Auflage (Taschenbuch) 2012. Koreanische Übersetzung, Ecopia, Korea, 2010, 421 S; Kapitel 4: „Why Wall Street Became a Gambling Casino“. Zu Amazon.

Nicht-referierte wissenschaftliche Monographien

Kasino-Kapitalismus: Wie es zur Finanzkrise kam, und was jetzt zu tun ist, Econ Verlag: Berlin 2009, 352 S., bislang drei Auflagen; Kapitel 4: „Warum Wall Street zum Spielkasino wurde“. Zu Amazon.

Reprints

Risk Taking, Limited Liability, and the Banking Crisis, Selected Reprints, ifo Institut: München 2009, 200 S.

Aufsätze in referierten Fachzeitschriften

„Kinked Utility and the Demand for Human Wealth and Liability Insurance“, European Economic Review 17, 1982, S. 149-162; (Download, 786 KB).